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Glockenklangwald

Das 1962 von W. Becher gestiftete Glockenspiel musste im Rahmen des Rathausumbaus demontiert werden und soll einen neuen Platz bekommen. Hierzu haben wir für die Stadt Zwickau einen Vorschlag erarbeitet.

LAGE

Vorerst wurde von uns ein neuer Standort für das Glockenspiel am Schumannplatz im Ausgangsbereich der Hauptstraße vorgeschlagen. Hier sollte ein städtebaulich markanter Punkt als Abschluss der Hauptstraße gesetzt werden. Die Hauptstraße gilt als eine der wichtigen Verbindungs- und Geschäftstpassagen innerhalb des Zwickauer Stadtzentrums und sollte als solche auch entsprechend wahrgenommen werden. Im Bereich zwischen. Der „Brunnen der Freundschaft“ lädt zum Verweilen ein. Hier könnte auch den Klängen des Glockenspiels gelauscht werden.

Nach Beratung und neuer Standortvorgabe durch den Kulturausschuss des Stadtrates wurde der Entwurf für den dann festgelegten Standort am Kornhaus geändert, wie hier gezeigt.

KONZEPT

Die Grundidee besteht darin, die 25 Glocken in einzelnen Stelen aus weiß pulverbeschichteten Stahlrohren unterzubringen. Die Stahlrohre sind unterschiedlich stark, die Stärke variiert je nach Tonhöhe. Ebenso variiert die Position und Anzahl der Glocken im Rohr je nach Tonhöhe sowie die Position der Stelen zueinander. In Summe entsteht ein Glockenklangwald aus verschieden hohen weißen Stahlrohrkörpern.

Die Stahlstelen bilden, wenn sie in einer im Detail festzulegenden Ordnung aufgestellt werden, einen Klangwald. Der gewünschte Effekt besteht darin, dass sich der Glockenklang im Raum auflöst und von innen erlebbar wird. So ist es möglich, im Glockenklang-Wäldchen zu rasten, hindurchzulaufen und dabei vom Klang der Glocken umgeben zu sein. Ist gerade kein Glockenklang zu hören, bildet das Glockenspiel eine schlichte Raumskulptur.

Eine strikte, geometrische Anordnung der Stelen ist ebenso vorstellbar wie eine freie, scheinbar zufällig Anordnung, die sich auch besser an die Räumlichen Gegebenheiten am Schnittpunkt Hauptstraße - Schumannplatz anpassen könnte.

TECHNIK

Die nötige Technik und die Verkabelung kann in den Stahlrohren untergebracht werden. Gedacht ist, das Glockenspiel neu zu stimmen und die Spielzeiten nach Bedarf anzupassen. Ebenso ist es vorstellbar, einfache, zufällig anmutende Klänge und Tonfolgen, ähnlich denen eines Windglockenspiels, ablaufen zu lassen. Anstelle der bisher üblichen Volks- und Bergmannslieder, könnte so das Glockenspiel mit einer freieren, modernen Gestaltung auch hörbar verbunden werden.


Mehr Informationen rund um das Glockenspiel, Presseartikel und die Möglichkeit das Thema mit uns zu diskutieren, finden Sie in unserem Blogartikel zum Glockenspiel.


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